ÜBER FJÄLLBACKA

Fjällbacka liegt ca. 130km nördlich von Göteborg, in der Region Bohuslän, am Skagerak. Der Name bedeutet so viel wie „Berghügel“ und kommt daher, dass der Ort an einer Anhöhe unterhalb des Berges ”Vetteberget” liegt, einem 76 Meter hohen und steilen Felsen, der das Ortsbild dominiert. Es ist nicht bekannt, wann genau der Strand bebaut wurde, aber eine Karte von 1694 beschreibt ”Fjällebacke” schon als Fischerdorf.

Die wirtschaftliche Entwicklung Fjällbackas ist eng mit dem Vorkommen von Hering in der Nordsee verbunden. In der großen Heringsperiode zwischen 1747 und 1808 und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Fjälllbacka stetig. In einer Beschreibung von Axel Emanuel Holmberg über das Bohuslän um 1842 ist Fjällbacka sogar als das lebhafteste Fischerdorf weit und breit erwähnt. In dieser Zeit wird der Handel sehr bedeutend für Fjällbacka, das sich als Zentrum der ganzen Region entwickelt.

In den 1870er Jahren kam der Hering wieder. Im Archipel ausserhalb von Fjällbacka begann eine neue wichtige Heringsperiode. Der Heringsexport und die damit verbundenen Industrien wie Salinen, Heringsexport, Heringsöl- und Konservenfabriken, die viele magere Jahren erlebt hatten, gewannen wieder an Bedeutung. Man schätzt, dass es zu Hochzeiten mehr als 40 Betriebe gab. Der gewürzte Hering, Anschovis gennant, wurde übrigens 1843 in Fjällbacka vom Konservenfabrikanten Gustaf Andersson erfunden.

Aber auch die Steinbruchindustrie hatte seine Bedeutung für Fjällbackas Entwicklung. Nach einem bescheidenen Anfang in den 1890er Jahren, hatte die Gewinnung und Veredlung von Steinen eine große Bedeutung für den Ort - von der Jahrhundertwende bis zu den 1940er Jahren.

Fjällbacka heute
Die Fischerei als Lebensgrundlage für Fjällbacka hat längst an Bedeutung verloren und an ihrer Stelle steht heute der Tourismus. Jeden Sommer kommen tausende Touristen nach Fjällbacka, zu Lande und zu Wasser. Sie werden von den schönen Schären und die pittoresken, gut bewahrten alten Häusern angezogen. Der Marktplatz am Hafen ist nach Ingrid Bergman benannt, nachdem dort 1983 in Anwesenheit zweier ihrer Kinder, Isabella und Roberto Rosselini sowie Robertos damaliger Freundin, Caroline von Monaco, eine Büste von ihr enthüllt wurde. Ingrid Bergman verbrachte viele glückliche Sommer mit ihrem damaligen Mann, Lars Schmidt, auf der Insel Dannholmen vor Fjällbacka. So sehr liebte sie diesen Platz, dass nach ihrem Tod ihre Asche, ihrem Wunsche folgend, in Fjällbacka verstreut wurde.

Mehr Information finden Sie unter: www.fjallbacka.com »